Wenn es klingelt,

öffnest du. Du denkst, was der Paketüberbringer denkt, und du denkst, dass er nicht weiß, was du über Paketbringer in deinem Buch geschrieben hast. Ja, er war hübsch. Eindeutig. Und er hat gelächelt. Weil du auch gelächelt hast. Bestimmt denkt er, dass in dem Paket etwas Besonderes sein muss, weil du bis zu den Ohren zurück gegrinst hast. Obwohl er bestimmt grundsätzlich ein absolut freundlicher Mensch ist und gerne lächelt. So hat er nämlich ausgesehen. Egal.

Du legst das Paket auf den Tisch und suchst nach einem Messer. Ratsch. Offen. Die Deckel beiseite, der erste Blick starr. Danach greifen. Und:

Du kannst nicht begreifen, dass du die Bücher selbst geschrieben hast. Nicht im ersten Moment.

Doch jetzt existieren sie auch auf Papier.

Ich wünsche meinen Leserinnen und Lesern gute Unterhaltung!

Eure Lisa Diletta, die sich heute sehr glücklich fühlt und dich, ja ganz besonders dich, daran teilhaben lässt. Hab einen schönen Tag! 🙂

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Buchlieferung1

Warten

warten, warten, warten, bitte warten.

Okay. Ich warte. Nur noch einmal schlafen. Dann wird es mir gebracht. Dann nehme ich es entgegen. Dann ziehen sich meine Mundwinkel von unten nach oben, fast bis zu den Ohren. Dann lege ich es auf den Tisch, sehe es ehrfurchtsvoll an. Dann reiße ich die Verpackung auf. Dann nehme ich es raus, staune, weine, lache, kriege weiche Knie, muss mich setzen, streiche mit der Hand über das Papier, drehe es um, lese den Text, öffne es, blättere darin, lasse alle Seiten wie ein Kartenspiel beim Mischen durch meine Finger gleiten, küsse es. Ja – ich küsse es. Weil ich es mag, obwohl es nur ein dummes Ding aus Papier ist.

Hoffentlich habe ich alles richtig gemacht!

Warten. Auf morgen.

Lisa Diletta